GESCHICHTE DES ORTES

Die Geschichte von unserem Ort Neddenaverbergen mit seinen Ortsteilen Lehringen, Hinter den Brüchen sowie der Hofstelle Ihlden reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits vor etwa 120.000 Jahren war diese Gegend von Menschen bewohnt, wie der Fund eines historischen Speeres in denRippen eines Waldelefanten in einer Lehringer Mergelkuhle beweist.

In der ältesten überlieferten schriftlichen Erwähnung im Jahre 1281 wird von „Niderenouerbergen“ gesprochen. Der Ortsname erklärt sich aus der geographischen Lage des Ortes. Denn von dem Fluß Aller liegt der Ort in einer Niederung hinter dem Lohberg. Um 1320 lautete der Name Nedderen-Ovenbergen. Um 1500 bildete sich der heutige Name heraus.

Der Ortsteil Lehringen, der etwa zwei Kilometer in Richtung Osten liegt, wurde erstmals 1437 urkundlich erwähnt. Die Hofstelle Ihlden wurde schon vor 1800 gebaut. Auch den Ortsteil „Hinter den Brüchen“ gibt es schon seit über 200 Jahren.

Neddenaverbergen war einst der bevölkerungsreichste Ort in der heutigen Gemeinde Kirchlinteln. Um 1810 wohnten in Neddenaverbergen 303 Einwohner, in Kirchlinteln 211, Otersen 250 und Armsen 257. Erst um 1872, als Kirchlinteln an die Bahnlinie „Langwedel – Berlin“ angeschlossen wurde, überflügelte Kirchlinteln den Ort Neddenaverbergen.

Die wechselvolle Geschichte Neddenaverbergens wurde in der 1987 verlegten, 341-seitigen Dorfchronik dokumentiert. Im Jahre 2003 wurde dann die erste Chronik mit einer 301 Seiten gefüllten weiteren Chronik fortgeführt.

Wie schon erwähnt war Nedden, wie Neddenaverbergen von seinen Bürgern gern abgekürzt wird, einst der bevölkerungsreichste Ort in der Gemeinde Kirchlinteln und kann somit auf eine gesund gewachsene Infrastruktur zurückgreifen. Auch heute ist sie noch die Basis für das intakte Dorfleben. Schon im 20. Jahrhundert bot das wirtschaftliche Leben eine Vielzahl von Gewerben wie z.B. Brennerei, Elektriker, Fahrschule, Fotolabor, Frisör, Heißmangel, Schmied, Heizungsbauer, Maurer, Molkerei, Schuhmacher, Gastwirtschaften und weitere, um nur einige zu nennen.

Heute gibt es nach dem Strukturwandel in der Landwirtschaft noch fünf gesunde landwirtschaftliche Betriebe im Hauptort Neddenaverbergen sowie zwei im Ortsteil Lehringen. Anfang 2008 leben in Neddenaverbergen 752 Einwohner. Das Dorf bedeckt eine Fläche von 17,28 Quadratkilometer und hat somit eine Bevölkerungsdichte von 53,52 Einwohnern pro Quadratkilometer.

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